Startseite
Über uns
Aktuell
Rasseportrait
Unsere Mädels
Unser Kater
Nachwuchs
Auswanderer
Fotogalerie
Wie alles begann...
Wissenswertes
Gästebuch
Links
Kontakt
Anfahrt
Fotos
 



Alles begann Ende der 1960er Jahre, als die Abessinierzüchterin Evelyn Mague, die auch Mitarbeiterin in einem Tierasyl war, dorthin eines Tages einen Kater namens George gebracht bekam.

Es stellte sich heraus, dass dieser wunderschöne Kater, der sie sofort bezauberte, eine LANGHAARIGE Abessinierkatze war. Ihre Nachforschungen ergaben, dass die Elterntiere dieses Tieres zu ihrem eigenen Erstaunen aus ihrer eigenen Zucht stammten.     

E.Mague war sofort Feuer und Flamme für die Langhaar-Abessinier, sodass sie begann, auch gegen den vehementen Widerstand der Abessinierzüchter, für die Anerkennung der Somalis, wie sie die Rasse nannte, zu kämpfen.

Ende der 1970er Jahre wurden die europäischen Züchter auf die Somalis aufmerksam und importierten einige dieser wunderbaren Katzen aus USA und Kanada. Im Jahre 1982 erfolgte die Anerkennung der Somalis in Europa als eigenständige Rasse.




Int.Ch. Calvados von Torremolinos Geb: 13.02.1981 Gest.: 1996


Unsere erste Katze war die schwarze Mädi, entstanden aus einem Seitensprung der Siamkatze einer befreundeten Familie mit dem Nachbarskater.

Die besagten Freunde gehörten einem Katzenverein an und sie überredeten uns, als Gäste an einem der nächsten monatlichen Treffen teilzunehmen.

Das war meine Welt! Alles drehte sich um das Thema "Katze". Hier war ich richtig. Ich erfuhr viel Neues und Lehrreiches und machte Bekanntschaft mit der aufregenden Welt der Katzenzucht. Ich saugte alle Informationen auf wie ein Schwamm.     

Bald trat ich dem Verein bei, und der Zufall wollte es, dass ich das 100ste Mitglied der Ortsgruppe war. Der Gruppenvorsitzende züchtete damals Siam-katzen und "spendete" für das 100ste Mitglied einen kleinen Kater aus seiner Zucht. Welch eine tolle Überraschung! Wir waren begeistert!

Ricky, unsere erste Rassekatze

Ricky war ein total süßer kleiner Kerl, der unser Herz im Sturm eroberte. Zum damaligen Zeitpunkt war es für mich undenkbar, eine meiner Katzen auszu-stellen. Ich setze doch mein geliebtes Samtpfötchen nicht zwei Tage lang in einen Käfig! (Damals stellt man generell Samstag UND Sonntag aus)

Als man uns allerdings von allen Seiten bestätigte, wie wunderschön Ricky sei und dass man ihn unbedingt mal ausstellen sollte, ließ ich mich nach langem Zögern tatsächlich überreden. Unser Ricky nahm die Ausstellung gelassen hin und bekam eine sehr gute Bewertung. Wir waren sehr stölz auf ihn...und das Samenkorn für die Freude am Ausstellen war gesät...

So langsam schlichen sich Gedanken an die Zucht ein. Siamesen wollten wir nicht züchten, soviel war klar und unser Ricky wurde kastriert.  

Uns gefielen damals die so sanft und gemütlich aussehenden Kartäuser. (Die Bezeichnung British KH wurde erst viel später eingeführt). 

Eines Tages war Frau Liebhard in unserer Gruppe zu Besuch. Wir kamen ins Gespräch und erfuhren, dass diese nette Dame unsere Wunschrasse Kartäuser züchtete. Ein Besuchstermin war schnell vereinbart und wie sahen diesem mit Spannung entgegen.

Es erwartete meinen damaligen Ehemann und mich ein großes Hause voller Katzen. Meine Augen machten Überstunden und mein Verstand registrierte, dass es da nicht nur Kartäuserkatzen gab, sondern noch eine andere Rasse, die ich noch nie gesehen hatte. Diese braunen und roten Geschöpfe waren einfach bezaubernd und faszinierten mich von ersten Moment an. Sie hatten eine Ausstrahlung, die ich noch nie bei einer Katze erlebt hatte. Aus großen, auf-merksamen Augen wurden wir freundlich beobachtet, um dann sofort näher inspiziert zu werden. Völlig ohne Scheu umringten sie uns, ließen sich streicheln und schnurrten laut. Diese Eleganz,diese Anmut! Dieses selbstbewusste Auftreten! 

Diese wunderbaren Wesen hießen Abessinier !!! 

Während wir Kaffee tranken, sprang plötzlich eine kleine wildfarbene Aby auf meine Schulter und ließ sich dort nieder. Ab und zu langte sie vorsichtig mit ihrem zierlichen Pfötchen nach meinen Wimpern, ansonsten tat sie so, als würde sie unserem Gespräch lauschen und blieb ganz brav sitzen. Ein leises Schnurren drang an mein Ohr...ich war entzückt! What a feeling!  

Wir erfuhren, dass die Kleine noch zu haben war. Aha! Irgendwann fragten wir , was das Kätzchen denn kosten solle. 500,-DM waren für die damalige Zeit ein stolzer Preis (1978). Aber es gab kein Zurück mehr. Die kleine Aby hatte uns bereits becirct und es war klar, dass sie mit uns nach Hause fuhr.

Sie war fünf Monate alt und hieß "Gieremund vom Bayern Löwen" (Frau Liebhard war eine große Opern-Liebhaberin, vor allem Wagner hatte es ihr angetan). Das Kätzchen wurde von uns originellerweise "Mausi" gerufen.


"Giermund vom Bayern Löwen", genannt Mausi


Das Abessinierfieber war ausgebrochen. Wie sich herausstellte, war diese "Krankheit" unheilbar. Das Besondere daran war, dass die "Erkrankten" dieses Leiden liebten und keinesfalls geheilt werden wollten.

Wir waren in die kleine Mausi verliebt. Sie zeigte alles, was sie konnte, und das war nicht gerade wenig. Wir lernten eine Kombination von Charaktereigen-
schaften kennen, die mich noch heute an dieser Rasse begeistert, und da ist gleichermaßen die Somali gemeint. Ich meine diese unwiderstehliche Mischung aus Temperament, hoher Intelligenz, Eleganz und gleichzeitig diese enorme Menschbezogenheit und Hingabe. 

Mausi saß auf meinem Arm, ließ sich kraulen und tropfte dabei aus dem Mäulchen wie aus einem Wasserhahn. Sie schnurrte wie ein Rasenmäher und vergaß vor lauter Hingabe zu schlucken. Welch eine Katze!

Bei Frau Liebhardt hatten wir auch sorrelfarbene Abessinier gesehen, die damals noch die Farbbezeichnung "rot" trugen. (Näheres dazu lesen Sie im "Rassepor-trait"). Diese Rotfüchse hatten mir auch sehr gefallen, und so kam der Wunsch auf, ebenfalls so eine "Rote" zu besitzen. Es dauerte eine ganze Weile, bis dann "Anna vom Heimersheimer Berg" bei uns einzog und mit Mausi sofort Freund-schaft schloss. Anna war eine bezaubernde Katze, sehr lieb, sehr verschmust und ein wenig gemütlicher als Mausi, die immer "in action" war.

"Anna vom Heimersheimer Berg", genannt "Annale" oder "Muck-Muck"


Anna hatte oft den Schalk im Nacken


Ein ganz besonderer Schnappschuss von Anna

Wenn beide Mädels gemeinsam rollig waren, was garnicht so selten vorkam, deckte Ricky, der natürlich längst kastriert war, abwechselnd beide, bis er irgendwann die Nase voll hatte und sich im Keller versteckte. Hilfe! Die Mädels bringen mich um!

Unsere schwarze Hauskatze Mädi hatte inzwischen fünf zauberhafte Babys bekommen, von denen wir zwei behielten. Unsere Katzenfamilie wuchs schnell. Da wir viel Platz hatten und unsere Katzen damals noch Freigänger waren, entstanden nie Reibereien und alle lebten harmonisch miteinander.

Mausi und Anna bekamen jeweils einen Wurf. Wir stellten schnell fest, dass beide nicht die idealen Zuchtkatzen waren und ließen sie bald kastrieren. Das war rückblickend gesehen ein Glück, denn es stellte sich später heraus, dass beide vererbbare Herzerkrankungen in ihren Linien trugen und die meisten ihrer Kinder sehr früh daran verstarben.


Anna mit ihren ersten Babys, geboren am 26.02.1980


"Adelino von Torremolinos", Annas erster Sohn



"Giermund vom Bayern Löwen" mit ihrem ersten Wurf


Eines der entzückenden Mausi-Babys

Mit Frau Liebhardt hatten wir regelmäßigen Kontakt. Wir lernten sehr viel von ihr und profitierten von ihrem großen Erfahrungsschatz. Eines Tages rief sie uns an und bat uns, sie zu besuchen. Sie hätte uns etwas Wunderbares zu zeigen.

Als wir das Wohnzimmer betraten, sah ich sie sofort. "Foxtail's little Missouri", eine wildfarbene Somali. Ein Traum von einer Katze. Die Abessinier in der Abendrobe !! Frau Liebhard war auf Umwegen und irgendwie durch Zufall an diese Katze geraten und hatte damit ein Juwel in ihren Händen. Mir war sofort klar, dass ich genau diese Rasse züchten wollte.


"Foxtail's Little Missouri", die erste Somali, die ich live erlebte.


In Deutschland gab es zu diesem Zeitpunkt nur eine Somalizüchterin, Frau Jutta Broisch. Sie hatte sich im Jahre 1977 ein Pärchen dieser Rasse aus Amerika geholt. Leider züchtete sie in einem sogenannten Dissdentenverband. Das bedeutete, dass Katzen aus diesem (aus Sicht des 1.DEKZV verpönten) Verband nicht mit Katzen aus meinem Verband (1.DEKZV) verpaart werden durften. Auch ein Erwerb eines Kätzchens aus dem "anderen" Verband war nicht möglich. Heute ist ein solches Verhalten undenkbar. Man kann nur froh sein, dass in dieser Angelegenheit ein totales Umdenken stattgefunden hat.

Frau Liebhardt wollte ihre Missouri mit einem ihrer Abessinierkater verpaaren. Natürlich hätte ich aus dieser Verpaarung ein Kätzchen haben können, aber das wollte ich nicht. Ich wollte eine "richtige" Somali. Und zwar so schnell wie möglich. Also blieb nur der Blick über den großen Teich...  

Ich besorgte mir das CFA-Jahrbuch aus dem Jahr 1979 (CFA - größter ameri-kanischer Katzenverband), in dem damals bereits einige Somalizüchter inseriert hatten. Es folgte ein Jahr eifrigen Briefwechsels und teurer Telefonate mit einigen amerikanischen Somalizüchtern. Es war eine aufregende Zeit, in der wichtige Entscheidungen getroffen werden mussten. Im Grunde hatten wir keine Ahnung von Somalis. Woher auch? Wir mussten uns also auf die Ehrlichkeit der amerikanischen Züchterkollegen und auf unsere Intuition verlassen. Ein Quänt-chen Glück gehörte natürlich auch dazu. Und das hatten wir.

Es entstand ein freundschaftlicher Kontakt zu Ruth Morris, der Züchterin der "Nephranis"-Somalis. Sie vertraute mir einen Kater an, der bereits in ihrer eigenen cattery schöne kitten gezeugt hatte. So zog im Sommer des Jahres 1980 der sorrelfarbene Prachtbursche "Nephrani's Firecracker" bei uns ein. Er war bereits eineinhalb Jahre alt, was bei der Eingewöhnung absolut kein Problem war. Er war ein Goldstück, verschmust und absolut lieb.Seine Hobbys waren Köpfchengeben, Schnurren und Fressen !


Unser Cracky wird als Star "gefeiert". Wir sind so stolz auf ihn !!


Int. Prem. Nephrani's Firecracker...unser erster Somalikater


Firecracker, genannt Cracky, bei seiner Lieblingsbeschäf-tigung -schmusen



 


Firecracker im Garten



Nun brauchten wir für unseren schönen Kater "nur" noch ein Mädel. Mein Traum  war eine wildfarbene Katze, die auch sorrel trägt, denn ich hatte von Anfang an den Wunsch, gemischte Würfe zu bekommen.  

Und es war wieder Ruth Morris, die uns weiter half. Nachdem sie sich für uns bei ihren Züchterfreunden erfolglos nach einem geeigneten Mädel für unseren Firecracker umgeschaut hatte, entschloss sie sich, uns ihre dreijährige wildfarbene Kätzin "Foxtail's Bacardi of Nephrani" anzuvertrauen. Auch sie war bereits erfolgreich in ihrer eigenen Zucht eingesetzt gewesen. Wir waren glück-lich. Endlich konnte es richtig losgehen.

Biggy, wie wir Bacardi nannten, war anfangs etwas schüchtern, zeigte sich  aber schlagartig zutraulicher, als sie bereits eine Woche nach ihrer Ankunft rollig wurde. Firecracker war begeistert! Sie feierten ausgiebig Hochzeit und...




Foxtail's Bacardi of Nephrani" unsere erste Somalikatze 


Biggy zeigt ihren schönen buschigen Schwanz


Biggy war eine super gute Katzenmama


Meine Zuchtziele waren damals noch ziemlich diffus. Ich wusste einfach noch viel zu wenig von der Rasse. Und alles, was ich wusste, war Theorie. Durch den Briefkontakt zu meinen amerikanischen Züchterkollegen hatte ich zwar schon manches gelernt, aber vieles lässt sich eben nicht beschreiben, man muss es gesehen haben. Natürlich hatte ich auch schon viele Fotos von Somalis bewundert, und ich wusste, dass die wildfarbenen Somalis sehr dunkel zur Welt kamen.    

Nun sollte ich also meinen ersten Somaliwurf beurteilen. Ich musste mich auf meinen (hoffentlich) guten Blick verlassen. Denn ich hatte ja noch nie Somali-babys live gesehen.


So verglich ich erst einmal die Geschwister untereinander. Die beiden sorrel-farbenen Mädchen unterschieden sich in Farbe und Typ deutlich voneinander. Cabaletta war so dunkel, dass sie mit den heutigen Sorrelfarbenen ohne Weiteres mithalten könnte. Vom Typ her fand ich sie nicht so toll. Ihr Köpfchen war mir zu schmal, die Ohren standen etwas zu hoch, das Kinn hätte stärker sein können. Ihre Nasenlinie jedoch war perfekt, und sie hatte super schöne Ohrpinselchen.

Ihre Schwester Cavatina war vom Typ her harmonischer, aber sie war deutlich heller als Cabaletta.

Für das wildfarbene Mädchen Cachucha hatte ich mehrere Anfragen. Sie hatte ein wunderschönes Gesicht mit schönen großen Augen. Die Farbe konnte ich schlecht beurteilen, dafür fehlte mir einfach die Erfahrung. Das kleine schwarze Mäuschen bekam zwar langsam vom Unterfell her eine warme rotbraune Färbung, aber ob diese sich später zu einem schönen Wildfarben entwickeln würde...keine Ahnung!

Sie zog zu Familie Rädnitz-Soppa , die mit ihr eine kleine Somalizucht begannen und sie wurde eine wunderschöne, ausdrucksvolle Somali.

"Cachucha von Torremolinos". Mit ihr begann Fam. Rädnitz-Soppa ihre kleine Somalizucht "Vom Adel"


Cachucha hat sich zu einer wunderschönen Somali entwickelt


Auch damals schon war wildfarben gefragter und beliebter als sorrel, das zu dieser Zeit noch "rot" hieß. So wollte auch Frau Gutjahr eigentlich eine wildfarbene Kätzin zur Zucht. Da Cachucha schon lange versprochen war, konnte ich ihr nur eines der sorrelfarbenen Mädels anbieten. Erst auf den zweiten Blick verliebte sie sich in Cabaletta und war von da an ein ein geschworener "Rot"-Fan. Sie war eine der wenigen Züchterinnen, die unter dem Zwingernamen "von Feropival" ausschließlich mit sorrelfarbenen Tieren züchtete.

Cavatina zog nach Österreich zu einem netten Ehepaar. Mit ihr wurde nicht gezüchtet.

Und dann war da noch der einzige Kater des Wurfes, der sorrelfarbene


Schon sehr frühzeitig hatte sich eine französische Züchterin für ihn interessiert und er war ihr fest versprochen. Er würde in der Nähe von Paris leben und in Frankreich für Somalinachwuchs sorgen.

Aber alles kam anders. 

Calvados ca. 8 Wochen alt


Calvados, drei Monate alt

 

Täglich beobachtete ich die Kleinen und die Freude an ihnen war riesig. Sie entwickelten sich unkompliziert, waren unheimlich anhänglich, aber auch sehr lebhaft, mutig und intelligent.

Der kleine Calvados hatte mein besonderes Augenmerk, er zeigt frühzeitig einen sehr schönen Typ mit harmonischen Konturen. Die Nasenlinie war perfekt, die Augen schön groß und weit auseinander stehend. Auch die Ohren standen sehr gut, waren allerdings kleiner als man das von den heutigen Somalis gewohnt ist. Seine Schnauze war gut ausgebildet, markant und mit kräftigem Kinn. Er war ungewöhnlich "sauber", keine Halskette, keine Beinstreifen, die zu dieser Zeit so gut wie alle Somalis aufwiesen. Farblich lag er zwischen seinen Schwestern, nicht so dunkel wie Cabaletta, aber dunkler als Cavatina.

Er schien sehr schön zu werden, unser Kleiner. Und er hatte ein umwerfendes Wesen. Und den sollte ich hergeben?


Calvados im Alter von fünf Monaten 

    

Ich verglich ihn mit seinem Vater, sofern man ein kitten mit einem erwachsenen Kater überhaupt vergleichen kann. Und ich konnte es drehen und wenden wie ich wollte. Calvados hatte einfach den besseren Typ.

Aber war es nicht verrückt, den Kleinen zu behalten und Firecracker, den wir Cracky nannten, nach nur einem einzigen Zuchteinsatz kastrieren zu lassen?

Ja, es war verrückt.

Und was war mit der französischen Züchterin? Sie wartete doch schon auf Calvados. Wir mussten doch unser Wort halten, oder?

Aber wenn sich einmal ein Gedanke im Kopf festgesetzt hat, haben alle vernünf-tigen Gegenargumente kaum eine Chance. Und ich entschied nach einigen schlaflosen Nächten: 


Natürlich war die französische Züchterin nicht gerade begeistert, als ich ihr  mitteilte, dass ich den Kleinen behalten werde. Aber sie hatte letztendlich Verständnis dafür. Was hätte sie auch machen sollen? Ich hatte mich entschieden und würde Calvados nicht mehr hergeben...nur über meine Leiche !!!   


Calvados...lang, lang ist's her...man sieht's auch am Frauchen.


Calvados in seinem Lieblingsbaum


Calvados mit uns im Urlaub


Calvados im Winterpelz


Mit Calvados auf Fehmarn. Da war er schon 13 Jahre alt.


Calvados mit uns in der Ferienwohnung im Urlaub


Calvados wuchs zu einem Prachtburschen heran, die Farbe wurde intensiver, sein Typ entwickelte sich erwartungsgemäß beeindruckend. Und er war ein Charmeur, der seinesgleichen suchte. Er war einfach traumhaft.

Cracky wurde kastriert und freute sich über neugewonnene Freiheiten, wie z.B. im Bett schlafen. Nun konnte auch er zeigen, welch großer Schmuser er war. 

Inzwischen arbeiteten die wenigen Somalizüchter Europas auf die Anerkennung der Rasse hin. Es hieß also, auszustellen, um Richterberichte zu sammeln, ohne eine Titelanwartschaft ( CAC ) erwerben zu können. Das störte uns allerdings nicht. Wir waren stolz auf unsere wunderschönen Tiere und präsentierten diese gerne einem von Anfang an sehr interessierten Publikum.

Der überschaubare Kreis begeisterter Somalizüchter fühlte sich ein bisschen wie eine Familie. War eine Somali auf der Bühne, so applaudierten und freuten sich alle, auch wenn es nicht die eigene Katze war. Der gemeinsame Pioniergeist gab uns ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das sehr schön war und das ich heute oftmals vermisse.

Für mich persönlich war ein highlight die Ausstellung in Nürnberg 1983.  Firecracker, Calvados und unser kleiner Nachwuchskater Red Tiger nahmen an der Best in Show teil und wurden auf der Bühne präsentiert. Drei Somalis !! Drei Rote !! Und alle drei unsere !! Wahnsinn !! Und zur Krönung wurde unser kleiner Red Tiger Best kitten.


"Red Tiger von Torremolinos" wird "Best kitten" auf der Ausstellung des 1.DEKZV in Nürnberg 1983. Präsentiert wurde er vom Präsidenten Barry C. Jimmieson höchstpersönlich.


Am Käfig war die Hölle los. Alle wollten diese tolle, neue Rasse sehen. Und wir konnten uns vor Anfragen nach Jungtieren nicht retten. Eine dieser Interessen-ten war eine Tierärztin aus Österreich, die unbedingt so einen Rotfuchs wollte. Sie musste über ein Jahr warten, bis ihr


geboren wurde.


Shanghai von Torremolinos... man beachte die Ohrpinselchen, die er auch als erwachsener Kater behielt !


Natürlich stand über allem die Frage, wie man die Rasse vorwärts bringen konnte. Da wir über die Somalis und ihre Erbanlagen noch wenig bis garnichts wussten, galt es, eigene Erfahrungen zu sammeln und diese möglichst sinnvoll in die Zucht einzubringen. Ein bisschen Mut, gewisse Risiken einzugehen und auch ein Stück weit Verantwortung zu übernehmen, gehörte dazu. 

So wagten wir es, mehrere Rückkreuzungen durchzuführen und zwei Geschwis-terverpaarungen, die selbstverständlich zuvor beim Zuchtausschuss beantragt und begründet werden mussten. Unser Ziel war es, mögliche Defekte oder gesundheitliche Probleme frühzeitig aufzudecken und dies bei der Weiterzucht zu berücksichtigen. Diese Verpaarungen wurden unter hohen Auflagen ( unter anderem mussten alle kitten geröntgt werden) genehmigt und wir führten sie mit Calvados und seiner Schwester Cabaletta durch.

Sowohl bei den Geburten, als auch bei der Aufzucht gab es keinerlei Probleme. Die kitten waren stabil, normal groß, gesund und frei von offensichtlichen Defekten.

Wir freuten uns sehr darüber, da nun davon auszugehen war, dass wir mit unseren Linien einigermaßen beruhigt weiter arbeiten konnten.

Calvados hatte inzwischen schönen Nachwuchs gezeugt. Er vererbte zuverlässig seinen wunderbaren Typ, seine Kinder erkannte man meist sofort. Und obendrein gab er seinen wunderbaren Charakter weiter.

Einige seiner Kinder waren der Start für neue Zuchten oder eine echte Bereiche-
rung für bereits bestehende. So seien hier nur einige genannt, die Sie in so manchem Stammbaum finden werden, wenn sie nur weit genug zurück gehen:

Arianne de l'ile Gitanes ( Z.A. Hoffmann, B: Edda Delank)
Bijou von Udindare (Z. Silke Offschinski, B: Wolfgang Mroczek)
Bini von Feropival ( Z/B.Brigitte Gutjahr)
Gero vom Adel (Z/B.Marion Rädnitz-Soppa)
Evita von Feropival ( Z.Brigitte Gutjahr, B.Fam. Hungerecker-Schmidt)
Muna von Sirindorn (Z/B.Christl Biedlingmaier)

Einige Nachkommen Calvados waren in Liebhaberhänden und wurden nur einmal zur Zucht eingesetzt, wie z.B.

Shanghai von Torremolinos (B. Dr. Irmgard Reiter, Österreich)
Hanneli von Sirindorn (Z.Christl Biedlingmaier, B.Andreas Hoffmann 


"Wild Lynx" und "Red Lion" von Torremolinos aus der zweiten Verpaarung Calvados/Biggy


"Aljoscha vom Dushorn" aus der Verpaarung Calvados' mit "Ukulele von Udindare"". Er räumte zur Freude seiner Besitzerin, Frau Kammler, als Kastrat auf Ausstellungen ordentlich ab.  


"Bijou von Udindare" aus der Verpaarung mit "Nephrani's Cygnet", Zuchtstart für die Cattery "di Oshisira" von Wolfgang Mroczek


"Eva von Feropival", unsere Nachzuchtkatze


"Red Tiger von Torremolinos"


"Redbone von Torremolinos"


"Redbone" und "Red Tiger von Torremolinos"


"Hanneli von Sirindorn", Mutter von "Arianne de l'ile Gitanes", mit der die Zucht der "on Tiptoe"-Somalis so richtig durchstartete. 

Wir selbst hatten nach wie vor eine kleine Zucht. Bacardi hatte sich als wundervolle und zuverlässige Mutter erwiesen und "Eva von Feropival" war als zweite Zuchtkatze bei uns eingezogen. Ich wollte Calvados keinesfalls zu lange als Zuchtkater einsetzen. Leider gehörte er zu den Katern, die immer und überall ihre Duftnoten verbreiten, sodass wir ihn zeitweise separieren mussten. Schon aus diesem Grunde landete er relativ schnell auf dem OP-Tisch unserer Tierärztin. Nun konnte er wieder jede Nacht auf meinem Kopfkissen schlafen. Herrlich !!

In der Folgezeit wurde die Bindung zwischen Calvados, der allgemein als der "Wietzi" bekannt war, und mir immer intensiver. Wir waren unzertrennlich und ein eingeschworenes Team. Calvados war unheimlich lieb, verschmust ohne Ende, ständig am Küsschen-geben und wahnsinnig klug.

Aber von Calvados später mehr...    


"Sylabe's Ali Baba", unser neuer Importkater


Ali Baba schaut nach einem seiner Babys. Er war ein sehr liebevoller Papa.


Ali Babas schöne Tochter "Lynn von Sirindorn" aus der Verpaarung mit "Savanne Som de Marie Galante". Mit ihr begann die Somalizucht "Feli Fee's" von Felizitas Böckle. 


"Lynn von Sirindorn"


"Julie von "Torremolinos", Ali Babas Tochter mit unserer Biggy,  war ein einziges Fellwunder

Inzwischen hatten wir uns einen weiteren Kater aus Amerika geholt. Silvia Ellenbogen hatte uns ihren Nachwuchskater anvertraut: "Sylabe's Ali Baba". Auch er war sorrelfarben und bereits erwachsen. Wir wollten hauptsächlich einen Kater, der aus anderen Linien stammte und auch als Paarungspartner für die Kätzinnen in Frage kam, deren Vater Calvados war. Natürlich dachten wir in erster Linie an unsere eigene Zucht, aber wir empfanden auch eine Verantwortung der gesamten Rasse gegenüber und wollten unseren Teil dazu beitragen, deren Entwicklung so gut wie möglich voranzutreiben.

Baba, wie wir unseren neuen Buben nannten, war hochbeiniger und eleganter als Calvados, aber er hatte nicht diesen markanten, beeindruckenden Typ und war wesentlich kürzer im Fell als dieser. Dennoch wurde er Vater von einigen sehr schönen Somalis und bewies damit, dass die beiden Linien sehr gut harmo-nierten.

Zu einigen Züchtern hatten sich inzwischen Freundschaften entwickelt. Man hatte dieselbe Auffassung von verantwortungsvoller, liebevoller Zucht, und die Zusammenarbeit trug oft schöne "Somali"-Früchte.

Wir fuhren quer durch Deutschland, um "unseren" Nachwuchs zu begutachten und gemeinsam zu beratschlagen, welche Katze in die Zucht gehen sollte.

So waren wir z.B. öfters im Schwabenland bei Alwin und Christl Biedlngmaier ("von Sirindorn"). Diese hatten zwei Mädels, die beide sehr schönen Nachwuchs von Calvados bekommen hatten. Eines dieser Somalikinder war "Hanneli von Sirindorn", eine wunderschöne Sorrelfarbene. Als ich sie sah, war ich total begeistert. Sie hatte einen absolut harmonischen Typ, war schön sauber ( also ohne Halskette oder Beinstreifen) und sehr vielversprechend in der Farbe. Am liebsten hätte ich die Kleine gleiche mit nach Hause genommen. Aber da gab es ein Problem. Hanneli war bereits fest versprochen, und zwar in Liebhaberhände. Oh nein !!

Mit vereinten Kräften und letztlich der nötigen Überzeugungskraft konnten wir Hannelis Besitzer davon überzeugen, wenigstens einen Wurf mit seiner wunderschönen Katze zu machen.

Wir entschlossen uns zu einer Rückkreuzung auf Calvados, weil wir positive Anlagen festigen wollten. Es fiel ein Wurf mit drei Kätzchen.Diesen Wurf mussten wir unbedingt sehen... 

Und so fuhren wir wieder ins Schwabenland. Die drei kleinen Sorrelis tapsten uns vertrauensvoll entgegen und waren einfach wunderbar. Alle drei zeigten sich ausgesprochen typvoll und intensiv gefärbt. Am schönsten war eindeutig das Mädchen "Arianne". Sie war einfach umwerfend schön und wir setzten alles daran, dass die Kleine in die Zucht kam.

Und so landete die kleine Schönheit bei Christian und Edda Delank. Diese standen damals am Anfang ihrer Zucht und konnten nun endlich richtig durchstarten. "Arianne de l'ile Gitanes" war eine überaus wertvolle Zuchtkatze und brachte so namhaften Nachwuchs hervor wie "Marigold on Tiptoe", "Michigan on Tiptoe", "Crimson on Tiptoe", "Scarlet on Tiptoe", "Zigolo on Tiptoe" und allen voran "Carnaby on Tiptoe", der seinerseits als erfolgreicher Zuchtkater für einigen wunderschönen Somalinachwuchs verantwortlich war.        

Aber die schöne Arianne war auch eine äußerst erfolgreiche Ausstellungskatze und brachte so manchen Pokal mit nach Hause.

Auch für uns waren Ausstellungen in vielerlei Hinsicht interessant. Hauptsächlich war es eine willkommene Gelegenheit, Freude und Züchterkollegen wiederzusehen.

Hier möchte ich einen kleinen Abstecher in die Vereins-und Ausstellungswelt der damaligen Zeit machen.

Es gab damals nur einen Verein, neben einigen wenigen kleinen, sogenannten Dissidentenvereinen. Dieser eine Verein war der 1. DEKZV. Da die o.g. kleinen Vereine
nichts zu sagen hatten, war man eben Mitglied im 1. DEKZV. Es gab keine wirkliche Alternative.

So war z.B. Frau Jutta Broisch, die das erste Somalipärchen nach Deutschland gebracht hatte, in einem dieser Dissidentenvereine. Das machte eine Zusammenarbeit in Sachen Somali unmöglich, da der 1.DEKZV bzw. der Dachverband FIFe sowohl Verpaarungen mit vereinsfremden Katzen, als auch den Besuch von Ausstellungen der "anderen" verbot.

Wir konnten also nur Ausstellungen des 1.DEKZV besuchen, die auch damals schon in ganz Deutschland stattfanden.        


Man fuhr damals nicht einfach mal so nebenbei auf eine Show. Dafür musste ein komplettes Wochenende eingeplant werden, die eine Ausstellung fand am Samstag und Sonntag statt. Am Samstag wurden alle Katzen gerichtet und evtl noch die Rassesiege
vergeben, am Sonntag waren dann die Nominierungen festgelegt und am Nachmittag fand die Best in Show statt.

Es war ganz normal, dass auf einer Ausstellung 600 bis 800 Katzen zu sehen waren. Alle Klassen waren dementsprechend mit mehreren Katzen besetzt, und man freute sich "tierisch", wenn die eigene Katze z.B. das CAC gegen drei oder vier Konkurrenten bekam.

Heute freuen sich die Leute erst ab mindestens einem Pokal, und eine Titelanwartschaft ( CAC, CACIB usw.) gibt's oft konkurrenzlos sozusagen geschenkt.

Der "Internationale Champion" war damals der höchste Titel. Erst viel später konnte man den "Großen Internationalen Champion", dann den "Euro Champion", danach den "Großen Euro Champion" und erst in den letzten Jahren den "World Champion" für seine Katze erreichen.

Natürlich lassen sich viele von einem wohlklingenden, hochtabenden Titel beeindrucken. Ich kenne jedoch eine Vielzahl von wunderschönen Katzen, die kaum oder nie ausgestellt wurden, demnach auch keinen hohen Titel nachweisen können, die aber dennoch für die Zucht sehr wertvoll waren bzw. sind.

Aber zurück zu den Ausstellungen von "damals".

Alle Katzen wurde von Stewards getragen. Es kam auch nicht so selten vor, dass der Chefsteward versuchte, eine unwillige Katze mit Lederhandschuhen aus dem Käfig zu nehmen (...wie furchtbar für die arme Katze !!). Gelang dies nicht, weil Mieze Gift und Galle spuckte, wurde sie kurzerhand disqualifiziert. Es war völlig ausgeschlossen, dass ein Besitzer seine Katze selbst trug.

Um die absolute Anonymität des Besitzers zu wahren, wurde anfangs noch "geheim" gerichtet, d.h. der Steward verschwand mit der Katze in einem Raum, zu dem der Besitzer keinen Zugang hatte. Natürlich bekam man so auch nicht gleich das Ergebnis des Richtens mit, sondern musste sich bis zu Nachmittag gedulden. Da konnte man dann auf einer Liste nachlesen, ob die sich die Reise gelohnt hatte oder nicht. 

Die Best in Show am Sonntag nachmittag machte ihrem Namen alle Ehre und war wirklich eine "Show". Die Präsentation erstreckte sich über den gesamten Nachmittag und war wirklich spannend. Auch die nominierten Katzen wurden nicht einfach von der Bühne geschickt, sondern wurden vorgestellt und bekamen eine entsprechende Schleife (Kokarde).
Überhaupt bekam jede Katze eine Schleife, auf der ihre Bewertung stand. Mit einem Pokale gingen die wenigsten nach Hause, nämlich nur die Gewinner der Best in Show.

Für uns und unsere Freunde war jede Ausstellung ein Highlight. Man traf Leute wider, die man lange nicht gesehen hatte oder bislang nur vom Telefonieren kannte. Mit unseren Züchterfreunden verabredeten wir uns meist gezielt für diese oder jene Ausstellung. Da man gezwungen war, das gesamte Wochenende anwesend zu sein, ergab es sich fast immer, dass man am Samstag Abend gemeinsam aß oder noch einen kleinen Bummel durch die Stadt machte. Und da kam es dann schon manchmal vor, dass man zwischen Hauptgang und Dessert die Vermählung zweier schöner Somalis beschloss.

Im Januar 1982 fand in Genf anlässlich einer Internationalen Ausstellung ein erstes Somalitreffen statt, organisiert von der Französin Monique Prunier-Aissata, die ihrerseits drei Somalis aus Amerika importiert hatte.

Als wär's gestern gewesen, erinnere ich mich an die weite Anreise mitten im Winter in unserem schlecht geheizten VW-Bus, der dann auch noch am ersten Ausstellungstag vor der Halle abgeschleppt wurde, weil wir die französischen Durchsagen nicht verstanden, die zum Wegfahren der Fahrzeuge aufgefordert hatten.

Und dann wurde auch noch unser Firecracker während der Ausstellung krank und wir mussten mit ihm zum Not-Tierarzt. Gottlob war es nichts Schlimmes, aber für uns und den Kater natürlich eine zusätzliche Aufregung.

Aber die Fahrt und die gesamte Aktion hatte sich in jedem Falle gelohnt. Es war einfach toll, so viele Somalis auf einmal zu sehen. Die meisten hatten eine mehr oder weniger weite Reise in Kauf genommen und alle waren gespannt auf die anderen Somalis und deren Besitzer.                      

Gerichtet wurden unsere Somalis von Barry C. Jimmieson, dem damaligen Vorsitzenden des 1. DEKZV. Er hatte natürlich auch noch nicht viele Tiere dieser neuen Rasse gesehen, und so konnte er sich nur nach dem amerikanischen Standard richten, der ihm vorlag. Jimmieson war begeistert von diesen wundervollen Katzen und versprach uns seine volle Unterstützung auf dem Weg zur Anerkennung unserer Rasse, die dann im Jahre 1982 erfolgte.

Inzwischen schrieben wir das Jahr 1984. Wieder sollte eine Ausstellung zum besonderen Ereignis werden. Unser Verband richtete eine Ausstellung in Freiburg aus. Ich hatte die Idee, speziell unsere Rotfüchse einem größeren Publikum vorzustellen. Dafür trommelte ich alle Züchter und Liebhaber der roten Somalis zusammen. Und ich nahm mit unserem Präsidenten, Barry C. Jimmieson, Kontakt auf und bat darum, eine Bühnenpräsentation unserer schönen Somalis zu ermöglichen. Er fand die Idee toll und stimmte begeistert zu. 

Und so konnten wir auf dieser Show über 20 wunderschöne sorrelfarbene Somalis zeigen.

Als alle Sorellis auf die Bühne gebeten wurden, um sich dort einem begeisterten Publikum zu präsentieren, war das ein ganz besonderer Moment, und ich sehe das beeindruckende Bild noch heute vor mir. Gerne nahm ich die Gelegenheit wahr, unsere schönen Somalis vorzustellen und einige wichtige Dinge über die Rasse zu sagen. Ich bin sicher, dass die Somalis auf dieser Ausstellung so manchen Fan mehr gewonnen haben.

Am Abend saßen wir alle zusammen, um diesen besonderen Anlass zu feiern. Es gab Sonderpreise für die erfolgreichen Somalis der vergangenen Zeit und der aktuellen Ausstellung. Viele hatten Fotos ihrer wunderbaren Katzen zu zeigen und es wurden Geschichten und Erlebnisse ausgetauscht, deren einziges Thema die Somalis waren.
Noch Jahre danach wurde ich auf dieses tolle Ereignis angesprochen und alle Dabeigewesenen schwärmten noch lange davon. 

Nun waren schon fünf Jahre vergangen, in denen wir mit unseren wunderbaren Somalis zusammenlebten. Zeit für eine kleine Bilanz.

Die "Torremolinos"-Somalis hatten sich einen Namen gemacht und waren hauptsächlich durch ihre schönen sorrelfarbenen Somalis bekannt. Die Zusammenarbeit mit einigen befreundeten Züchtern bestand weiterhin und war sehr erfreulich. Von unseren "Start"-Katzen gab es bereits Enkelkinder, und vor allem Calvados hatte vielen seinen Stempel aufgedrückt.

Unsere Kastraten Firecracker und Calvados fühlten sich wohl in ihrem Rentnerleben und Bacardi (Biggy) war noch immer eine zuverlässige Zuchtkatze. Als Nachwuchskatzen hatten wir "Eva von Feropival" zu uns geholt und die wunderschöne "Julie von Torremolinos" behalten. Eva hatte einen superschönen Typ und eine hervorragende Farbe, darüberhinaus ein wunderbares Wesen. Julie bestach durch ihre super Farbe und die Üppigkeit ihres Felles. Und sie hatte tolle Ohrpinselchen !!     

Überhaupt hatten die damaligen Somalis meist sehr viel mehr Fell als heute, was ihnen aber auch einiges von ihrer Eleganz nahm. sie waren insgesamt etwas gedrungener und kurzbeiniger, die Ohren waren kleiner, die Farbe noch nicht so warm und kräftig. Probleme wie Grau im Unterfell und unerwünschte Beinstreifen oder Halsketten waren weit verbreitet. Da gab es noch jede Menge Arbeit für die Züchter.
 

Schon seit einigen Jahren gab es eine Interessengemeinschaft für Abessinier im 1.DEKZV. Die Somalis waren inzwischen in diese IG aufgenommen worden, die auch eine kleine Zeitung herausgab. Irgendwann gab es Unstimmigkeiten, die mich veranlassten, eine eigene kleine Zeitung, speziell für die roten Somalis, herauszugeben. Ich nannte sie Somali sorrel Info (SSI) und wunderte mich, das mein Blättchen so gut ankam...aber ich freute mich natürlich sehr darüber.

Wir gewannen immer mehr Somalifreunde dazu...die Somalifamilie wuchs und wuchs...

Mitten in diese überaus aktive und auch erfreulicherweise sehr erfolgreiche Zeit in Sachen Katzen ereignete sich eine persönliche Katastrophe. Meine Ehe zerbrach und ich stand von einem Tag auf den anderen alleine da mit meinen Tieren.

Zunächst versuchte ich noch, alles so weiterzuführen, als sei nichts geschehen. Ich ging hin und wieder auf eine Ausstellung, hielt den Kontakt zu meinen Freunden, die mich unheimlich unterstützten in dieser schweren Zeit und blieb auch so gut es ging aktiv in der Zucht.

Es war abzusehen, dass das auf Dauer nicht gut gehen konnte. Die Belastung war einfach zuviel für mich, schließlich ging ich ja auch noch in Vollzeit einem anstrengenden Beruf nach.

So baute ich schweren Herzens nach und nach meine Katzenzucht ab und hatte bald nur noch Kastraten um mich.

Natürlich war das jähe Ende meiner doch sehr erfolgreichen Zucht sehr schade, aber ich fand mich allmählich damit ab und begann, in dem ruhigen Leben mit meinen zufriedenen Kastraten auch viel Positives zu sehen.

Keine zickigen und/oder rolligen Mädels mehr, keine Katersuche mehr, kein Ausstellungsstress, kein nervenaufreibendes Warten auf Katzenbabys mehr, keine Vereinsmeierei mehr ...Alles Dinge, auf die ich leicht verzichten konnte.

Darüberhinaus war ich mit mir selbst genug beschäftigt. Die Scheidung hatte mich stark mitgenommen und ich wurde sehr krank. Meine Katzen waren mir in dieser Zeit eine große Stütze und Hilfe, und ich weiß nicht, wie ich diese Phase meines Lebens ohne meine geliebten Miezen überstanden hätte.

Im Laufe der nächsten Jahre verlor ich aus den verschiedensten Gründen einige meiner wunderbaren Katzen, was natürlich jedesmal ein furchtbarer Schlag für mich war...  Meine Katzenfamilie wurde wieder kleiner.

Drei Jahre und zwei Umzüge später. Ich wohnte inzwischen in Fürth bei Nürnberg. Drei meiner Somalis waren mir noch geblieben, und ein neuer Mann gehörte zu meinem jetzigen Leben. Mein neuer Partner wurde von Calvados als willkommener zusätzlicher Futtergeber akzeptiert. Mehr war er für ihn nicht. Oft saß mein Kater beim Fernsehen zwischen uns auf der Couch, lehnte sich dabei an mich und gab mir unzählige Bussis.
"Damit du's weißt, SIE gehört MIR", sagte er damit meinem Partner. 

Bacardi und Julie waren die anderen beiden Somalis, die damals noch bei mir waren. Bacardi (Biggy) war natürlich längst kastriert und lebte das Leben einer unkomplizierten, zufriedenen Katze. Julie stammte aus einem meiner letzten Würfe und war die Tochter von Bacardi und Ali Baba. Sie hatte eine tolle Farbe und wahnsinnig viel Fell, dazu noch tolle Ohrpinselchen.

Süße Julie

Innerhalb der nächsten beiden Jahre verlor ich beide Mädels. Ich war sehr traurig und Calvados tröstete mich, so gut er konnte. Er war nun zur Einzelkatze geworden, und ich stellte mir Verwunderung fest, dass er es genoss. Nun hatte er mich ganz alleine und ungeteilt für sich !!

In seinem 14. Lebensjahr wurde mein Herzenskater sehr krank. Die Nieren !! Seine anfänglich katastrophalen Blutwerte besserten sich erstaunlich schnell, er erholte sich...und ich atmete auf. Fast ein Jahr lang bleib er stabil und sein Zustand war gut.

Nun war er schon 15 Jahre alt, alles lief prima, doch dann kam der Zusammenbruch. Calvados' Nierenwerte waren wieder sehr schlecht, er verweigerte das Fressen. Zwei Wochen lang kämpften wir. Ich gab ihm zu Hause täglich seine Infusionen, er machte keinen Mucks beim Einstich der Kanüle, schnurrte dabei und legte seinen Kopf in meinen Schoß. Doch er wollte nicht mehr fressen. Es zerriss mir das Herz, als ich ihn zwangs-füttern musste. Aber sollte ich ihn einfach aufgeben. Er schmuste doch noch mit mir und schlief jede Nacht in meinem Arm, während ich oft wach lag und auf seine Atemzüge lauschte.

Eines Tages brachte ich ihm leckeres Rinderfilet mit nach Hause und hatte wenig Hoffnung, ihn damit zum Fressen bewegen zu können. So staunte ich nicht schlecht, als er mit Appetit die gesamte Portion verschlang. Hurra!! Er war über den Berg!!
Ich weinte Tränen der Erleichterung. Danach setzten wir uns auf die Couch. Ich las ein Buch und mein Kater lag dicht an mich geschmiegt neben mir, den Kopf in meiner Hand, so wie er es besonders liebte. Alles war ruhig und friedlich.   

Umso größer war der Schreck, der mich durchfuhr, als sich Calvados plötzlich aufbäumte, einen heiseren Ton von sich gab...und in meinen Armen starb. Es war eine
Sache von Sekunden. Aus !! Mein geliebter Kater war tot !!

Calvados' Tod war für mich ein unglaublicher Verlust. Ich stand eine ganze Weile förmlich unter Schock. Mein Herzenskater hinterließ eine riesige Lücke in meinem
Leben. Ich hörte sein "Mäh", ich sag seinen Schatten, fühlte sein weiches Fell. Ich vermisste seine nassen Küsschen und sein lautes Schnurren. Er fehlte mir schrecklich !!

Ich war nach langer, langer Zeit ohne Katze. Ein Zustand, der für mich völlig ungewohnt war. Sollte ich mich nicht frei von allen Verpflichtungen fühlen?

Drei Monate hielt ich es ohne Samtpfote aus. Aber ich fühlte mich nicht gut dabei. Als ich dann anfing, jede Nacht von Katzenbabys zu träumen, begriff ich endgültig, dass ich einfach ohne Katze nicht leben kann. Nun könnte ich doch eigentlich ein gutes Werk tun und mir ein Kätzchen aus dem Tierheim holen, dachte ich. Könnte ich, daber wollte ich das auch? Ich las wieder Katzenzeit-
schriften und ertappte mich dabei, dass ich gezielt nach Somalis schaute.

Eines Tages lief mir sozusagen eine Anzeige über den Weg:" Dreijährige blaue Somalikatze abzugeben." Blau war nicht unbedingt meine Wunschfarbe, aber ich rief trotzdem dort an. Ich erfuhr, dass die Katze sich mit den anderen nicht mehr verstand und gerade 10 Wochen alte Babys hatte. Auf meine Frage, wann die Katze denn ausziehen solle, wurde mir gesagt, ich könne sie sofort abholen. Sie sei am Vortag kastriert worden. Wie bitte? Gestern kastriert, 10 Woche alte Babys und sofort zum Abgeben? Kurz entschlossen fuhr ich los, um mir vor Ort ein Bild zu machen.

Als mir Cora entgegenkam, verliebte ich mich sofort in ihr hübsches, ausdrucks-
volles Gesicht. Sie war in einem schlechten Zustand, ihr Fell war dünn und strähnig, sie war abgemagert und wirkte insgesamt geschwächt. Aber sie kam sofort vertrauensvoll zu mir und ließ sich streicheln. Dabei schnurrte sie laut und dankbar. Ich beschloss spontan: Diese Katze musste hier raus !
Ihre Babys waren munter und schienen fit, es waren zwei fawnfarbene Katerchen und ein blaues Mädel. Ich versuchte, die "Züchterin" zu überreden, Cora noch zu behalten,bis die kitten 12 Wochen alt wären, doch sie ging nicht darauf ein. Mir war klar, dass Cora dem nächstbesten Interessenten mitgegeben werden würde, wenn ich sie nicht gleich mit mir nahm.
  

"Gaschingo's Cora"


Schmusestunde mit der süßen Cora


So zog also die blaue Somalikastratin "Gaschingo's Cora" bei mir ein. Sie fühlte sich sofort wohl, fraß für drei und war ansonsten einfach nur lieb, lieb, lieb. Doch immer wieder lief sie rufend durch die Wohnung, sie vermisste wohl ihre Babys. Um ihren Kummer zu lindern, entschloss ich mich, auch ihr blaues Töchterchen "Gaschingo's Blue Fantasy" zu mir zu holen und erlebte in der Folgezeit eine der intensivsten Katzenfreundschaften, die ich je gesehen habe. Cora und ihre Tochter waren unzertrennlich, die beiden verband eine außerge-
wöhnlich große Katzenliebe!


Coras Tochter "Gaschingo's Blue Fantasy", genannt "Sally"


Sally war eine unkomplizierte Ausstellungskatze


Eine große Katzenliebe - Cora und ihre Tochter Sally


An Zucht oder Ausstellen habe ich zu diesem Zeitpunkt keinen Gedanken
verschwendet. Sonst wäre es ja auch ein wenig unsinnig gewesen, mir als Erstes ausgerechnet eine Kastratin ins Haus zu holen.

Eines Tages erzählte mein Lebensgefährte seinem Freund von meinen Somalis. Dieser Freund war ebenfalls ein großer Katzenliebhaber und außerdem im Vorstand des SDRV, und wie der Zufall es wollte, richtete dieser Verband in Kürze eine Ausstellung an meinem Wohnort Fürth aus. Der Freund meines Lebensgefährten konnte kaum glauben, dass ich Katzen dieser seltenen Rasse hatte und rief mich sofort an, um mich zu fragen, ob ich nicht meine beiden Mädels ausstellen wollte. Da die Stadthalle, in der die Ausstellung stattfinden würde, nur einen sprichwörtlichen Katzensprung von mir entfernt lag, entschloss ich mich, Cora und Sally, wie ich Fantasy Blue nannte, zu melden.
   

Hätten Cora und Sally Probleme gemacht oder schlecht abgeschnitten, wäre es vermutlich bei der einen Ausstellung geblieben. Aber sie waren total unkompli-
ziert, präsentierten sich super...und gewannen Best in Show.

Oh je, nun war es passiert, das alte Ausstellungsfieber war wieder ausgebro-
chen, und mit ihm tauchten auch wieder Zuchtgedanken auf.

Cora schied ja nun leider für die Zucht aus, aber mit ihrem Töchterchen konnte ich wieder Pläne machen.

Zunächst hieß es, sich näher mit den Verdünnungsfarben zu beschäftigen. Schnell wurde mir klar, dass es hauptsächlich zwei große Probleme gab. Bei vielen fawnfarbenen oder blauen Somalis haperte es am Typ und an der Farbe. Genauer gesagt, war die Grundfarbe zu hell. Der Standard verlangte z.B. bei den Blauen hafermehlfarbenes (cremefarbenes) Unterfell. Auf der Brust, am Bauch und an den Beinen wiesen dies die meisten "Verdünnten" zwar mehr oder weniger auf, aber auf dem Rücken waren sie fast alle zu hell.   

Auch meine kleine Sally hatte dieses Problem. Typmäßig war sie schön harmo-
nisch, auch Fellqualität und -länge passten, aber das Unterfell...Ein Paarungs-
partner sollte diesen Fehler möglichst ausgleichen können. Daher erschien es mir nicht sinnvoll, einen "Verdünnungs"-Kater mit evtl. denselben Problemen für Sally auszusuchen.  

Auf einer großen Abessinier- und Somali-Sondershow, zu der wir eigens nach Hannover gefahren waren, fand ich den wunderschönen, sorrelfarbenen "Sienna's Raven", der bei Familie Hinke in der Nähe von Leipzig wohnte. Was für ein Prachtkerl !!

Die Reise zu Raven war erfolgreich, und so sah ich bald mit großer Spannung und Vorfreude meinen ersten Somalibabys nach so langer Pause entgegen. Da Raven's Vater fawnfarben war, konnten alle vier Farben fallen. Es wäre ein schöner bunter Wurf gewesen, denn in Sallys Bäuchlein waren tatsächlich je ein wildfarbenes, ein sorrelfarbenes, ein fawnfarbenes und ein blaues Somalibaby herangewachsen. Doch leider mussten die Kleinen per Kaiserschnitt geholt werden. Es kam jedoch jede Hilfe zu spät, die vollkommen normal entwickelten kitten waren bereits tot. Welch eine Katastrophe !! Ich war schockiert und untröstlich, und meine geliebte Sally rief eine ganze Woche lang vergeblich nach ihren Babys.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Ein halbes Jahr später tastete ich bei Sally in der Nierengegend eine harte Erhebung. Ich ahnte Schlimmes, und leider konnte mein Tierarzt meine Befürchtungen nur bestätigen. Sally hatte einen äußerst aggressiven Nierentumor. Schon zwei Wochen später war auch die zweite Niere betroffen und wir mussten unsere süße Sally erlösen. Sie war doch erst zwei Jahre alt gewesen !!
 

Natürlich trauerte ich sehr, aber noch viel schlimmer war der Verlust ihrer geliebten Tochter für Cora. Sie suchte und rief und muss sich gefühlt haben, als hätte man ihr ein Körperteil amputiert. Sie fraß schlecht und wollte dauernd auf den Arm genommen werden, weil sie das offenbar am besten tröstete und ihr wenigstens ein wenig half, ihren Kummer zu bewältigen. 

Schnell war klar, dass Cora nicht alleine bleiben konnte und sollte. Eine solch innige Freundschaft wie zwischen ihr und Sally würde es vermutlich nie mehr geben. Aber ich hatte die Hoffnung, dass eine neue Spiel- und Schmusegefähr-
tin Cora wenigstens ein bisschen über den erlittenen Verlust hinweghelfen und sie ablenken würde. 

Also ging ich auf die Suche. Alte Kontakte wurden aktiviert und neue gesucht. Diesmal ging ich gezielter vor. In erster Linie wollte ich zwar für Cora eine Gefährtin, aber ich suchte auch eine geeignete zukünftige Zuchtkatze. Und ich wollte eine Somali, in deren Stammbaum meine alten Linien zu finden waren. Es war nicht so einfach, all diese Vorstellungen zu realisieren, aber schließlich wurde ich bei den "Tatzitus"-Somalis fündig, und bald zog die wildfarbene Mia bei mir ein. In der 5. und 6. Generation ihres Stammbaumes hatten meine ehemaligen Kater "Calvados von Torremolinos" und "Sylabe's Ali Baba" ihre Gene hinterlassen. Damit war ich sehr zufrieden.


Cora und ihre neue Gefährtin Mia. Sie verstehen sich prima.


Mia zeigt ihren wunderschönen Schwanz und ihr intensives Ticking


Am Wichtigsten war jedoch Coras Zufriedenheit. Und so freute ich mich sehr darüber, dass der Einzug der kleinen, entzückenden Mia von Anfang an unkompliziert war. Cora war schlagartig wieder ruhiger und entwickelte zu Mia schnell ein freundschaftliches, ja mütterliches Verhältnis. Ihr großer Kummer war vorbei und ich atmete auf !!

Die kleine Mia war absolut süß. Sie hatte ein wunderschönes Köpfchen, aus-
drucksstark und sprechend mit riesigen Kulleraugen, die standardmäßig vielleicht sogar ein wenig zu rund waren, aber jeder verliebte sich sofort in ihren unwiderstehlichen Blick. Sie hatte ein tolles Ticking und einen wunderschönen, buschigen Schwanz. Lediglich die Farbe hätte intensiver sein können. Aber daran könnte man zukünftig ja arbeiten. Das Tollste an ihr war jedoch ihr um-
werfendes Wesen. Sie war ein absolutes Schätzchen !!   

"Tatzitus Mia", präsentiert sich in bester Ausstellungsform


Eines meiner Lieblingsfotos von Mia


Als Vater für ihren ersten Wurf hatte ich wiederum "Sienna's Raven" ausgesucht, und so fuhr ich zum zweitenmal Richtung Leipzig, diesmal mit Mia. Auch sie wurde sofort schwanger, ihr Bäuchein blieb klein und ich vermutete zwei Babys. Der Zeitpunkt der Geburt hätte jedoch nicht ungünstiger sein können. Mia hatte sich in den Kopf gesetzt, mir die Babys zum Geburtstag zu schenken. Und der ist an Silvester.  

Mias Wehen begannen pünktlich mit den ersten Knallern, die vor dem Haus abgeschossen wurden. Jedesmal, wenn es draußen krachte, flüchtete meine gebärende Katze wie vom Blitz getroffen unters Bett. Der Geburtsvorgang wurde also ständig unterbrochen. Es gab keine Lösung des Problemes, denn es krachte überall. Die Folge der ständigen Unterbrechungen waren unnatürliche Verzöge-
rungen und unnatürlich lang anhaltende Presswehen zur Folge hatten.   

Kurz nach Mitternacht kam endlich das erste Kätzchen zur Welt. Es war ein wildfarbenes Mädchen, das die dramatische Geburt leider nicht überlebt hatte. Oh, nein !! Danach erklärte Mia die Geburt für beendet. Sie hatte keine Wehen mehr, doch ich spürte noch Leben in ihrem Bauch...

So führte mich mein Weg am Neujahrsmorgen in die Tierklinik, wo man per Kaiserschnitt das verbliebene Baby holte. Es war ebenfalls ein wildfarbenes Mädel...und es lebte !! Hurra!!

Ihr Geburtstag war der 01.01.2000 und ich nannte sie daher "Millennia". Mia hatte ich beim Kaiserschnitt gleich kastrieren lassen, da ihre Gebärmutter unter den lang anhaltenden starken Wehen arg gelitten hatte. Es waren Einrisse und Einblutungen entstanden, und es war zu befürchten, dass sich Narben bilden würden, durch die es bei einer nachfolgenden Geburt wiederum Komplikationen hätte geben können. Das wollte ich nicht riskieren.

Somit ruhten alle Hoffnungen auf Millennia, die ich auch behalten hätte, wenn sie grün kariert oder blau gepunktet gewesen wäre. 


Mia mit ihrem einzigen Baby Milli. Das Foto zeigt leider sehr helle Farben. So blass war Mia keinesfalls.


Baby "Millennia"


Milli wächst und gedeiht


Baby Milli ist einfach bezaubernd


Milli - kleiner süßer Kobold


Millennia war drei Monate alt, als wir unseren großen Umzug nach Berlin zu bewältigen hatten. Jede Kiste, jeder Karton musste doppelt und dreifach kontrolliert werden, damit unsere kleine Milli nicht aus Versehen mit verpackt wurde. Sie war ein sehr selbstbewusstes, ziemlich freches, entzückendes Kätzchen, das sich vor meinem Augen zu einer wunderschönen Somali entwickelte. Milli war hochbeiniger, schlanker, eleganter als ihre Mutter Mia. Ihre Farbe war wesentlich intensiver, sehr warm und rötlich mit wenig Weiß am Kinn, das später cremefarben wurde. Und sie hatte deutliche Ohrpinselchen !!

Bereits im Kittenalter wurde sie auf einer großen Ausstellung Best of Best !! Ich war so stolz auf meine Kleine.

Millennia - unsere Zaubermaus


Milli hat sich zu einer sehr typvollen Somali entwickelt


Millennia mit "Heiligenschein" im Winter

Interessanter Vergleich: Mia rechts, Milli links


Die Zeit verging, und so langsam musste ich mich nach einem Bräutigam für Milli umsehen. Auf einem Foto sah ich den sorrelfarbenen "Guinness on Tiptoe". Was für ein Kater !! Tolle, intenisve Farbe, durchgefärbtes Kinn, sehr typvoller, markanter Kopf und ein Ohrenstand, der seinesgleichen suchte. Und so dauerte es nicht lange, bis ich mit meiner süßen Milli quer durch Deutschland zu Christa Kaulhausen ( jetzt Alexandrowitz) und ihrem wunderbaren Kater reiste.

Alles klappte planmäßig und Milli gebar vier Babys, alle wildfarben, zwei Mädels, zwei Buben. Es war ein sehr schöner Wurf, dunkel und intensiv in der Farbe, vom Typ sehr ausdrucksvoll, ganz so, wie ich sie liebe, die Somalis.

Die Buben und eines der Mädels gingen in Liebhaberhände. Sarotti und seine Schwester Minou zogen bei Christine Ehrlicher ein, mit der mich seitdem eine wunderbare Freundschaft veribindet. Big Ben wurde der Kumpel eines kohlschwarzen Hauskaters. Die beiden wurden erst nach dem Umzug der Familie in eine neue Wohnung so richtig dicke Freunde. Und die schöne Smilla blieb bei uns, über die Sie mehr auf ihrer eigenen Seite erfahren.


Millis Söhne Sarotti und Big Ben

Sarotti - welch ein Prachtkerl !!


Sarotti wurde ein stattlicher Kater


Millis Töchter Smilla und Minou


Die schöne Mnou auf Ausstellung. Sie wurde Champion und bekam dann vier wunderschöne Babys


Smilla im Alter von 6 Monaten


Der zweite Wurf Millennias war sozusagen eine Testverpaarung. Ich wollte wissen, ob sie Verdünnung trägt. Immerhin hatte sie einen fawnfarbenen Großvater (Ardillo Hiphop). Also fuhren wir nach Neubrandenburg zu Karina Haupt ( jetzt Schellin) und ihrem imposanten blauen Kater "Danakil's Vincent". Auch diesmal nahm Milli gleich auf und gebar drei Kätzchen. Das erste war ein Katerchen...in blau !! Leider hatte es sehr lange im Geburtskanal gesteckt, und alle Wiederbelebungsversuche schlugen fehl, Millis kleiner blauer Sohn war tot. Wie schade !! Dann kam ein fawnfarbenes Mädel, und als letzter folgte ein sehr dunkler sorrelfarbener Bub.


Millis süße Zwillinge Tizian und Fawntasia


"Fawntasia", genannt Sandy und ihr Bruder "Tizian" waren unzertrennlich


Zuckerbaby Sandy

Nun wusste ich es genau, Milli trug tatsächlich Verdünnung. Ich nannte das Mädel Fawntasia und ihren wunderschönen Bruder Tizian. Und obwohl fawn bis dahin absolut nicht meine Wunschfarbe war, blieb Sandy, wie ich sie nannte, bei uns. Sie hatte einfach ein umwerfendes Wesen, war immer nur am Schmusen und Kuscheln. Und sie hatte ein sehr hübsches Köpfchen  mit wunderbar harmonischen Konturen. Ihre Augen leuchteten bernsteinfarben, ein toller Kontrast zu dem zarten Fawn.

Sandy wirkte mit ihrer zarten Farbe wie ein Porzellanpüppchen


Eines meiner Lieblingsbilder von Sandy

Als Paarungspartner für unsere Sandy kam für mich keiner der "Verdünnungs"-
Kater in Frage. Sie waren mir alle nicht typvoll genug und auch in der Farbe nicht überzeugend. So fuhr ich, wie schon mit Millennia, auch mit Sandy zu "Guinness on Tiptoe" und wartete gespannt ab, was diese Verpaarung bringen würde.  

Sandy gebar völlig unproblematisch fünf gesunde sorrelfarbene Babys, drei Katerchen und zwei Mädels. Die Kleinen waren super gut gelungen, sehr typvoll, bis auf eines der Mädels, das etwas heller war, hatten alle eine intensive Farbe, kaum Streifchen oder Halskette. Fast alle hatten den guten Ohrenstand von Papa Guinness geerbt. Während alle drei Kater in Liebhaberhände kamen, gingen die Mädels in Züchterhände. Malindi zog zu Frau Bauer (of Candymoor) und die wunderschöne Nala in einen Haushalt, den bis dahin Bengalen beherrscht hatten. Das änderte sich schlagartig, als die bezaubernde Nala kam...denn sie kam, sah und siegte !!   

Sandys Tochter Nala, ein Traum von einem Kätzchen, typvoll, mit super Ohren und intensiver Farbe

Nala im Alter von vier Monaten

Nala liebte Socken und verschleppte diese im gesamten Haus. Sie holte sich diese sogar von der Wäscheleine. Ein verrückt zauberhaftes Mädel !!

Sandys Sohn Mombasa

Sandys Söhne Moshi und Mékambo

Sandys zweite Tochter Malindi

Als ich mit meiner Milli bei Vincent zum Decken angemeldet war, verunsicherte eine Meldung aus Amerika die Abessinier- und Somaliwelt. Es hatte Todesfälle gegeben, deren Ursache eine Form der Anämie war, genannt Pyruvatkinasemangel-Defekt. Weitere Untersuchungen und Forschungen hatten ergeben, dass es sich bei dieser Erkrankung um einen rezessiv vererbbaren Gendefekt handelte. Die amerikanischen Wissenschaftler hatten bereits einen Gentest entwickelt, der eindeutig belegte, ob die jeweilige Katze Träger, frei oder affected war. Was das bedeutet und alle anderen Infos über diese Krankheit lesen Sie bei "Wissenswertes"

Die Krankheit Pyruvatkinasemangel-Defekt (PKD) oder Pyruvatkinase-Defizienz (PKdef.) war bald DAS Thema in Abessinier-und Somalikreisen. Zunächst dachten viele, dass es sie bzw. ihre Tiere nicht beträfe, schließlich hatte man nie Katzen an "sowas" verloren und die eigenen Katzen waren gesund. Doch schnell wurde klar, dass man die Augen nicht einfach verschließen und das Problem ignorieren konnte. 

Was mich betraf, so war ich aufs Höchste alarmiert und beunruhigt. Nun hieß es, Informationen und Fakten zu sammeln und dann entsprechend zu handeln.

Der Gentest konnte damals ausschließlich in Amerika durchgeführt werden.
Also hieß es, Blut abnehmen,Proben über den großen Teich schicken und warten... 

Anfangs dauerte es bis zu drei Monate, bis die Ergebnisse kamen, bis dahin hieß es zittern...

So langsam trudelten die ersten Untersuchungs-Ergebnisse ein. Immer mehr Abessinier und Somalis stellten sich als Trägertiere heraus. Und nachdem eine relativ große Anzahl an Katzen unserer Rasse(n) getestet worden waren, konnte man davon ausgehen, dass etwa zwei Drittel unserer Tiere Träger dieser meist tödlich verlaufenden Erkrankung waren. Welch ein Schock !! Damit hatte keiner gerechnet !!

Manche Züchter hatten das Pech, dass sowohl Kätzin(nen), als auch Kater Träger waren. Einige erwischte es so schlimm, dass gleich mehrere ihrer Katzen den Gendefekt trugen. Aus Amerika hörte man, dass viele Züchter aufgrund der neuen Situation die Zucht von Abessiniern und/oder Somalis komplett einstell-
ten. Einige vertraten die Meinung, man solle alle Träger komplett aus der Zucht ausschließen. Für die Somalis wäre das fatal gewesen, denn die Linien dieser Tiere wären bei dem ohnehin geringen Genpool der Somalis verlorengegangen.

Am schlimmsten war natürlich das Ergebnis "affected". Auch wenn diese Katzen im Moment völlig unauffällig waren, so tickte in ihrem Körper eine Zeitbombe

Als einer der Hauptauslöser für PKdef. sind alle Stresseinwirkungen zu nennen. D.h. natürlich, dass mit einer "affected"-Katze keinesfalls gezüchtet werden darf und nach Möglichkeit alle anderen Stressfaktoren zu vermeiden sind. 

Nun, der einzig sinnvolle Weg war, für Trägerkatzen einen geeigneten von der Trägerschaft freien Paarungspartner zu suchen. Unter dem Nachwuchs der Trägerkatze würden zwar wiederum Trägerkatzen sein, deren Anzahl würde sich aber im Laufe der Jahre automatisch reduzieren.

Wie schon erwartet bzw. befürchtet, waren auch meine Katzen von PKdef. betroffen. Ich atmete zunächst auf, dass wenigstens keine meiner Zuchtkatzen "affected" war.
Doch sowohl Millennia, als auch Smilla waren Träger, nur Fawntasia war frei.

Auch ich musste Pläne verwerfen und die Gedanken neu ordnen. Aber ich sah das Ganze längst nicht so katastrophal wie manch andere. Ich freute mich vielmehr über die Tatsache, dass wir durch den Gentest die Möglichkeit hatten, eine meist tödlich endende Erkrankung unserer Katzen in den Griff zu bekommen. Auch wenn das bedeutete, das man in den folgenden Jahren zunächst viele Tests durchführen lassen und demzufolge viel Geld ausgeben musste. Doch das waren wir unseren geliebten Vierbeinern schuldig. und die meisten Züchter sahen das gottlob genauso.

Wütend machten mich jedoch diejenigen, die ihre Tiere nicht testen ließen und so weiter züchteten, als wüssten sie nichts von dieser großen Gefahr für unsere Katzen. In meinen Augen handelten (und handeln) solche Leute fahrlässig und verantwortungslos. 

Inzwischen war auch Smilla erwachsen geworden. Sie hatte sich zu meiner vollen Zufriedenheit entwickelt, war sehr typvoll und besonders kräftig in der Farbe mit tollem schwarzem Ticking. Als Bräutigam für unsere Schöne hatte ich mir den wundervollen wildfarbenen "Scheriat-El-Kebir's Ischtar" ausgesucht. Eine gute Wahl, wie sich zeigte. Smilla gebar völlig problemlos ein süßes Trio, zwei wildfarbene Mädels und einen sorrelfarbenen Kater.  

Aus diesem gelungenen Wurf zog "Marilyn M. v. Torremolinos" zu Ina Fröhlich und war dort der Start ihrer Zucht "of Kumasasa".

Im Jahre 2005 wiederholte ich die Verpaarung zwischen Smilla und Ischtar, und sie bekam wieder drei Babys, diesmal alle wildfarben. Einer der Kater zog zu Beate nach Hamburg. Es war der wunderbare "Santiago", Malik genannt. Er durfte vor seiner Kastration einmal erfolgreich decken (davon später). Leider starb Malik viel zu früh und hinterließ eine große Lücke in Beates Herzen.   


Santiago von Torremolinos, genannt Malik


Santiago/Malik - ein wunderschöner Kater, der viel zu früh über die Regenbogenbrücke ging


Wir hatten auch Fawntasias sorrelfarbenen Bruder Tizian behalten, was zunächst nicht geplant war. Aber ich habe bei jedem Interessenten "das Haar in der Suppe" gesucht und dann auch gefunden. Sprich: Ich wollte den schönen und vom Wesen her zauberhaften Kater einfach nicht hergeben. 

Tizian hatte ein wunderschönes, intensives Sorrel, sein Fell war üppig, und er hatte von Milli seine tollen Ohrpinselchen geerbt. Das entschädigte für den etwas engen Augenstand und die um eine Winzigkeit zu lange Nase. Zur Zucht war er sowieso nicht vorgesehen. 


Tizian von Torremolinos, ein Kater mit intensiver Farbe und deutlichen Ohrpinseln


Hier sieht man Tizians Ohrpinselchen deutlcih


Tizians liebster Schlafplatz - das Bett


Tizian sah das allerdings anders. Er deckte im frühreifen Alter von sieben Monaten seine Mutter Milli. Das Resultat war ein Einzelkind namens "Sansibar", sorrelfarben wie sein Papa, vom Typ her wie Mama und vom Wesen her absolut traumhaft. Gut, dass der Süße schon lange versprochen war... 

Manuela und Reimar, deren Leben nun durch Sansibar bereichert wurde, erklärten sich bereit, dass ihr Kater einmal decken durfte, bevor er kastriert wurde. So brachte Inge Langbehn ihre schöne wildfarbene Kätzin "Foxgarden's Guinan" nach Berlin zu Sansibar. Die beiden hatten fünf wunderschöne wildfarbene Babys miteinander. 


Einzelkind Sansibar war einfach entzückend 


Sansibar plustert sich auf, um dem Dobermann im Nachbargrundstück zu imponieren


Sansibar darf sich im mit Elektrozaun gesicherten Garten seiner Familie austoben.


Zeitgleich gab es einen bezaubernden Wurf im Hause "On Tiptoe". Isabel Delank hatte lange auf diesen Wurf hingearbeitet und auf ein wildfarbenes Somalimädel gehofft. Das kam dann zwar tatsächlich auf die Welt, verstarb aber leider in den ersten Tagen. Das einzige Mädel, das es noch in diesem Wurf gab, war die kurzhaarige und sorrelfarbene Kamali. Diese wollte Isabel nicht unbedingt behalten, da sie ja schon ihre kurzhaarige Mutter Pattaya im Hause hatte. Isabel schickte mir Fotos von Kamali, und als ich ihr süßes Gesichtchen sah, war ich hin und weg. Kurze Zeit später fuhr ich nach Ahrensburg, um mir die Kleine anzusehen. Sie war noch ziemlich hell und hatte ein wenig zuviel Halskette, aber ihr Gesichtchen...Wahnsinn" !!


"Kamali on Tiptoe" im Alter von 12 Wochen. Diesem zuckersüßen Gesichtchen konnte ich nicht widerstehen.


Die süße Kamali im Alter von zwei Jahren


Und nachdem ich schon einmal in der Hamburger Gegend war, fuhr ich gemeinsam mit Isabel zu Inge Langbehn, um den "Guinan/Sansibar"-Wurf zu besuchen. Ich war begeistert und hätte gerne eines der Mädels aus diesem schönen Wurf für meine Weiterzucht gehabt. Aber was war mit Kamali? "Warum nimmst du sie nicht beide?" fragten Inge und Isabel gleichzeitig. Ja, warum eigentlich nicht?

Kurze Zeit später zogen Indy und Kamali bei mir ein. Da sie fast gleich alt waren, gab es bei der Eingewöhnung keinerlei Probleme.

Innerhalb meiner Katzenfamilie gab es jedoch im Laufe des folgenden Jahres große Spannungen, die auch mit viel Liebe, Diplomatie und den üblichen Mitteln nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Die Katzengruppe wurde zwangsläufig wieder kleiner, und als im Jahre 2005 wieder ein Umzug anstand, begleiteten mich drei meiner Lieblinge ins Schwabenland. Es waren Smilla, Kamali und Indy. 

Im Jahre 2006 bekamen Kamali und Indy, die damals eine innige Freundschaft verband, im Abstand von vier Wochen jeweils ihren ersten Wurf.
Mit Kamali war ich zu Beate und ihrem Santiago (Malik) nach Hamburg gefahren. Da auch der Bräutigam Anfänger war, waren wir sehr gespannt, ob sie "es" hinbekommen. Es war schon lustig mit den beiden, denn Kamali hielt sich mit Vorliebe auf den Schränken auf und zwang Malik, ihm dorthin zu folgen. Einmal fielen sie gemeinsam herunter auf das Bett, in dem ich schlief...einfach köstlich, die beiden...

Maliks Bemühungen waren letztlich erfolgreich. Kamali bekam drei Babys von ihm, zwei langhaarige Buben und ein kurzhaariges Mädel, alle wildfarben. Obwohl alle drei sehr schön waren, ergab es sich nicht, dass sie in Züchterhände kamen. Aber sie fanden alle drei ein sehr schönes neues Zuhause, und das ist das Wichtigste. Kamalis weiter Würfe können Sie auf der Seite "Auswanderer" verfolgen. 


Kamalis und Maliks wunderschöner Sohn Makelele


Kamalis hübsche kurzhaarige Tochter Macoumba


Meine drei Lieblinge zogen innerhalb der nächsten 3 Jahre noch zweimal mit mir um und leben jetzt zusammen mit Manubi, Amélie und Somarouge, die unsere Katzenfamilie wieder vergrößerten, im schönen hessischen Heppenheim. Wie es züchterisch inzwischen weiter ging und warum uns unsere zauberhafte Kamali verlassen musste, lesen Sie auf deren eigenen Seiten...





        

Wollen Sie mehr über Aussehen, Standard, Pflege, Charakter u.v.m.erfahren? Dann finden Sie entsprechende Infos bei RASSEPORTRAIT