Manubi begrüßt die Besucher seiner Seite mit einem herzlichen "Lachen"
Manubi im Frühjahr 2010
Manubis Augen werden allmählich grün.
Den Kachelofen finden alle Miezen toll, auch Manubi
Eigentlich ist es verboten, auf dem Tisch zu liegen...aber es sieht ja keiner:-)
Im Bett fühle ich mich "pudelwohl"
Manubi - ein Jahr alt und schon sehr ausdrucksstark.
Baby Manubi, ein vielversprechender kleiner Bursche.
Unser Manubi ist in vielerlei Hinsicht ein Glücksfall. Als er am 26.07.2006 geboren wurde, dachte ich noch mit keinem Gedanken daran, ihn als Zuchtkater zu behalten. Doch es kam anders.
Sein Vater "Suletou of Isatai" (Besitzerin Dorothée Falk) war genau an dem Tag, als Manubi und seine Geschwister geboren wurden, tragischerweise verstorben. Suletou hatte wenig Nachkommen gezeugt und wir hatten nun die Möglichkeit, durch den Wurf unserer Indy die Linie zu erhalten. Manubis Schwestern Cara Mia und Someya zogen zu Martha Falk. Und erstmals überlegte ich, Manubi zu behalten.
Die Mutter des Wurfes, unsere inzwischen kastrierte Indy ist PKdef-Trägerin. Es war sehr spannend, auf die Testergebnisse ihrer drei Kinder zu warten. Als sich dann herausstellte, dass alle drei PKdef frei waren, konnte ich es zuerst kaum glauben. Die Freude war riesengroß und die Überlegungen, Manubi zu behalten, nahmen Formen an.
Gespannt beobachtete ich die Entwicklung des jungen Katers. Und ich stellte erfreut fest, dass er immer schöner wurde. Heute ist er ein wunderschöner, ausdrucksstarker Kater geworden. Seine Farbe ist warm und dunkel, sein Ticking sehr deutlich. Dazu kommt, dass er völlig frei von unerwünschten Markierungen ist, also weder Halskette noch Beinstreifen hat. Insgesamt ist er ein sehr eleganter, hochbeiniger Kater mit einem markanten Kopf und perfekter Nasenlinie. Ich bin sehr stolz auf ihn.
Von Anfang an war klar, dass Manubi seiner Männlichkeit beraubt werden müsste, sollte er anfangen zu markieren. Anscheinend nimmt der diese "Warnung" sehr ernst, denn bis heute markiert er nur in Ausnahmefällen (z.B. in Gegenwart einer rolligen Kätzin) und dann auch meist in die Katzentoilette. Das finden wir natürlich wunderbar, denn dadurch kann er mit uns und seinen Mädels gemeinsam leben und sich im ganzen Haus frei bewegen. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, ohne seine nächtlichen Schmuseanfälle auskommen zu müssen.
Manubi, dessen Rufname meist Nubi oder auch Bärle oder Nub-Nub ist, hat ein wunderbares Wesen. Zu seinen Mädels ist er lieb und zärtlich. Ich sehe ihn oft, wie er Smilla oder Indy das Gesicht putzt und ihnen damit seine Freundschaft zeigt. Seine Babys liebt er über alles, er putzt, umsorgt und behütet sie. Mit seiner inzwischen großen Tochter Amélie verbindet ihn eine spielerische Kumpelei. Die beiden düsen oft gemeinsam durchs Haus, und Manubi fühlt sich dabei wie ein übermütiges kitten, zumindest benimmt er sich so. Manchmal kann er sich dann vor lauter Begeisterung nicht bremsen und wird im Spiel ein wenig grob. Amélie weist ihn dann sofort in seine Schranken und er steckt dabei so manche Ohrfeige, ohne sich zu wehren, ein. Die einzige Katze, mit der er sich überhaupt nicht versteht, ist unsere Kamali. Erstaunlich ist, dass es trotz dieser Antisympathie gemeinsamen Nachwuchs zwischen den beiden gegeben hat. Die Macht des Fortpflanzungstriebes ist eben nicht zu unterschätzen.
Wenn er Besuch von fremden Mädels hat, ist er der charmante Verführer, der sich Zeit lässt, die Damen zu umwerben und die schönsten "Liebeslieder" singt. Auch, wenn die eigentliche Hochzeit vorbei ist, umsorgt er seine Braut weiterhin und kuschelt auch "danach" noch ganz lieb mit ihr. Meist verlieben sich die Mädels in ihn und wollen kaum mehr nach Hause:-)
Obwohl er uns beiden Menschen sehr zugetan ist, bin ich doch seine absolute "Lieblingsfrau". Jeden Morgen und jeden Abend kommt er zu mir aufs Kopfkissen und dann wird geschmust, was das Zeug hält. Dieses Ritual fällt nur aus, wenn Nubi ein Mädel zum Decken da hat. Wenn er wieder zu mir ins Bett kommt zum schmusen, weiß ich, dass sein Besuch wieder abreisen kann, weil Nubis Interesse erloschen ist:-)
Immer wieder werde ich gefragt, warum ein solch schöner Kater wie Manubi nicht auf Ausstellungen zu sehen ist. Das hat natürlich seinen Grund.
Manubi hat insgesamt sechs Ausstellungen besucht, auf denen er durchaus erfolgreich war. Aber er hat sich nie richtig wohl gefühlt, war immer angespannt und ein wenig ängstlich. Als er eineinhalb Jahre alt war, besuchten wir eine Ausstellung in Speyer. Nubi bekam problemlos sein zweites CACIB und war nominiert für die Best in Show. Er hatte inzwischen eine Technik entwickelt, die sehr gefährlich war. Zunächst ließ er sich gut tragen und saß brav auf dem Arm. Nach einiger Zeit versuchte er, ohne Vorwarnung und ohne vorher durch Unruhe sein Vorhaben anzukündigen, vom Arm zu springen. Man musste ihn also JEDERZEIT fest halten und konnte sich nicht darauf verlassen, dass er sich zunächst ganz brav halten ließ.
Dies sagte ich auch dem Steward (weiblich), der/die ihn für die Best in Show abholte. Ich betonte mehrmals, dass Manubi IMMER ganz fest gehalten werden muss und dass er dazu neigte, plötzlich loszuspringen. Ich ging mit zur Bühne, allerdings konnte ich mich nicht neben Manubi stellen, da es sich um eine sehr gut besuchte Ausstellung handelte und das Publikum sich vor der Bühne drängte. Die Stewards standen also mit den Katzen auf dem Arm inmitten der Menschenmenge, wodurch die Tiere nicht unbedingt ruhiger wurden. Ich sah, wie die Dame (erfahrener Steward !!) Manubi locker hielt und mit ihrer Nachbarin sprach...und dann geschah es...
Manubi machte einen Satz und sprang der Dame vom Arm. Mir blieb das Herz fast stehen. Ich war zu weit weg, um eingreifen zu können. Mehrere Leute hatten sich sofort gebückt und versucht, Manubi festzuhalten. Vergeblich. Ich sah, wie mein Kater die Bühnentreppe hochlief und auf der Bühne hinter dem großen schwarzen Theatervorhang verschwand. Natürlich hatte ich mich inzwischen durch die Menschenmenge gedrängt und lief mit klopfendem Herzen in die Richtung, in die mein Nubi geflüchtet war. Es war stockdunkel hinter dem Bühnenvorhang und es war sehr laut, da die Best in Show unterdessen weiterlief. Eine Richterin war mir hinter den Vorhang gefolgt und sagte, sie hätte gesehen, wie er in Richtung Bühnenschacht gelaufen war. Auch dort sah man in der Dunkelheit kaum etwas. Ich blickte über das Geländer in die Tiefe des Schachtes und sah NICHTS.
Ich war den Tränen nahe und rief Manubis Namen, in der Hoffnung, eine Antwort von ihm zu bekommen. Vermutlich hätte ich ihn bei dem Lärm sowieso nicht gehört. Irgendjemand kam auf die Idee, den Hausmeister zu informieren, der "dort unten" Licht machen sollte. Ich fand ihn im Restaurant mit einem Glas Bier in der Hand, offensichtlich nicht mehr ganz nüchtern. Ich befürchtete Schlimmes. War er instande, mir zu helfen? Aber er folgte mir sofort, als ich ihm die Situation schilderte. Der Bereich, in dem sich der Aufzug/Maschinenraum für die Bühne befand, war in sich geschlossen und ganz normal durch eine Tür zu betreten. Das beruhigte mich ein wenig. Denn wenn mein Kater wirklich da unten war, konnte er zumindest von dort nicht mehr weglaufen. Aber war er überhaupt da unten? Wenn ja, hatte er den Sturz überlebt? War er verletzt? Ich zwang mich, nicht an das Schlimmste zu denken. Inzwischen war ich wieder auf der Bühne beim Schacht angelangt und blickte nach unten. Der Raum war nun erleuchtet und ich erschrak, als ich sah, WIE tief es hinunter ging. Das waren schätzungsweise 6-7 Meter. Oh Gott, konnte eine Katze einen solchen Sturz überstehen? Zunächst sah ich nichts außer den Maschinen in diesem langen, schmalen Raum. Meine Augen suchten alle Ecken ab, der Raum war einigermaßen übersichtlich und weiß gestrichen. Doch wenn er verletzt oder bewusstlos unter einem der Geräte lag...
Und dann huschte etwas Dunkles an der Wand entlang...MANUBI !!. Er lebt !! Nun stürzten mir doch die mühsam zurückgehaltenen Tränen aus den Augen und ich lief wie durch einen Schleier schnell nach unten in den Kellerbereich.
Ich betrat den Raum alleine und ganz vorsichtig. Manubi hatte mit Sicherheit einen Schock. Vielleicht erkannte er mich garnicht und rannte weg. Ich musste behutsam vorgehen. Als ich die Türe öffnete, sah ich, wie er gerade in Panik versuchte, an der rauen Wand wieder nach oben zu klettern. Gottlob gelang ihm das nicht und ich pflückte ihn sozusagen von der Wand. Es dauerte nur einen kleinen Augenblick, bis er wusste, wer ihn auf dem Arm hatte. Er zitterte wie Espenlaub, seine Augen waren groß vor Angst und Schreck. Mein armer Kater!!
Ich drückte ihn fest an mich und wiegte ihn ein bisschen, das liebte und kannte er. Ich merkte, wie er langsam ruhiger wurde und er sich an mich drückte. Mit Erleichterung hatte ich registriert, dass er zumindest keine äußerlichen, nennenswerten Verletzungen hatte. Während ich ihn auf dem Arm hielt, versuchte ich, ihn vorsichtig ein wenig abzutasten. Es kam keine Schmerzreaktion, sodass ich ein wenig beruhigt war. Inzwischen hatte jemand Manubis kennel vor die Tür gestellt. Widerstandslos ließ er sich hineinsetzen.
Da die Ausstellung sowieso fast zu Ende war, fuhren wir sofort nach Hause. Ich hatte meine Tierärztin inzwischen informiert und ließ Manubi noch am selben Abend von ihr untersuchen. Außer einer kleinen Prellung am rechten Hinter-schenkel hatte mein Kater den Sturz unverletzt überstanden.
Nach diesem Schock für uns beide stand für fest, dass Manubi zu keiner Ausstellung mehr muss, und ich habe ihm das fest versprochen. Jeder, der ihn sehen möchte, muss ihn also zu Hause besuchen und ist dazu auch herzlich eingeladen. Die Tatsache, dass er "nur" Champion ist, tut seiner Schönheit keinen Abbruch und beweist wieder einmal, dass hochtrabende Titel letztlich nicht allzuviel zu sagen haben. Seine guten Vererberqualitäten hat er inzwischen schon mehrmals unter Beweis gestellt. Lesen Sie dazu den nächsten Abschnitt...
Inzwischen ist Manubi schon mehrfacher Papa wunderschöner und durchaus gelungener Somali- und Abessinier- Kinder geworden....